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Musik – innovativ, visionär, utopisch

Vortragsreihe zu vier ungewöhnlichen Raum-Klang-Erlebnissen
Kurs-Nr.
K 160 7030
Kurspreis
CHF 84.00
Kursleitung
Angela Ida De Benedictis, Dr., Musikwissenschaflterin, Paul Sacher Stiftung
Beat Gysin, dipl. Komponist
Thomas Meyer, lic.phil., Musikwissenschaftler
Jaronas Scheurer, M.A., Musikwissenschaftler, Universität Basel
Anmeldeschluss
19.08.2019

Der Kurs stellt musikalische Grenzgänger vor, deren Werke Sie im Rahmen des Festivals ZeitRäume Basel vom 13. bis 22. September 2019 erleben können. In vier Vorträgen geht es um visionäre und utopische Ideen, die zum Teil erstmalig umgesetzt werden, von einem russischen Musik-Farben-Maler bis zu einem italienischen Gesellschaftsrevolutionär.

Zum Vortrag vom 26.08.19
Der russische Komponist Ivan Wyschnegradsky (1893–1979) hat in den 1940er Jahren zu seiner mikrotonalen Musik farbige Kuppelprojektionen skizziert. Am 22. September 2019 wird dank neuester Projektionstechnik diese Vision erstmals in der Basler Markthalle realisiert – eine Weltpremiere mit der Komposition „Arc-en-ciel“ op. 37 für sechs Klaviere im 1/12-Ton-Abstand (1959) und einer damit koordinierten 10.000 m² großen Lichtinstallation.

Zum Vortrag vom 02.09.19
Dem griechisch-französischen Komponisten Iannis Xenakis (1922–2001) ging es in dem Werk „Persephassa“ für sechs Schlagzeuger (1969) um eine genaue akustische Ortung des Klangs. Am 13. September 2019 erklingt es unter der Leitung des Solo-Paukisten des Sinfonieorchester Basel und dem Ensemble DeciBells. Die Zuhörer/-innen befinden sich in der Mitte, die Schlagzeuger lassen die Musik um sie herum im Kreis drehen. Xenakis arbeitet 12 Jahre als Assistent des Architekten Le Corbusier und entwarf visionäre Gebäude, deren Pläne er wieder in Musik übersetzte.

Zum Vortrag vom 09.09.19
Der Basler Komponist Beat Gysin (*1968), Gründungspräsident von ZeitRäume Basel, und François Charbonnet vom visionären Genfer Architekturbüro made in erarbeiten mit einem interdisziplinären Team aus den Bereichen Komposition, Interpretation, Architektur und Instrumentenbau einen temporären klingenden Musikpavillon aus Rohren, der im Rahmen von ZeitRäume Basel 2019 Premiere haben wird. Rohre sind in der Architektur ein oft unsichtbares, aber essentielles Baumaterial, in der Musik sind sie allgegenwärtig in Form von Blasinstrumenten, Orgelpfeifen, Röhrenglocken u.v.a. Was passiert wenn Musik und Architektur die Möglichkeiten von Rohren in den Fokus rücken und neu erkunden? Das Projekt ist der dritte Baustein in der 2015 begonnenen „Leitbautenreihe“.

Zum Vortrag vom 16.09.19
Das Theater Basel eröffnet im Rahmen von ZeitRäume Basel seine Opernsaison 2019/20 mit Al gran sole carico d’amore von Luigi Nono (1924–1990). Das spektakuläre Bekenntniswerk nimmt Bezug auf die Pariser Commune von 1871, die Russische Revolution von 1905, den Streik der Fiat-Arbeiter und die Kubanische Revolution in den 1950er Jahren, den Vietnamkrieg in den 1960er sowie Salvador Allende in Chile in den 1970er Jahren. Im Mittelpunkt der vermutlich einzigen Revolutionsoper des 20. Jahrhunderts stehen starke Frauenfiguren, „die Kontinuität der weiblichen Präsenz im Leben, im Kampf, in der Liebe; das Gestern, das Heute, das Morgen – übereinander gelagert, vorwegnehmend und fragmentiert“ (Luigi Nono).
 
Das Festival stellt den Teilnehmer/-innen der Vortragsreihe reduzierte Eintrittstickets zu den Konzerten zur Verfügung.

In Zusammenarbeit mit ZeitRäume Basel 2019 – Biennale für neue Musik und Architektur

Mo., 26.08.2019
18:30-19:45

Ein Regenbogen von Tönen. Zur Musik von Ivan Wyschnegradsky
T. Meyer

Universität Basel, Kollegienhaus, Petersplatz 1, Basel
Mo., 02.09.2019
18:30-19:45

Rotationsmusik. Zu Iannis Xenakis Stück «Persephassa»
J. Scheurer

Universität Basel, Kollegienhaus, Petersplatz 1, Basel
Mo., 09.09.2019
18:30-19:45

Leichtbautenreihe – Musik und Architektur zusammengedacht
B. Gysin

Universität Basel, Kollegienhaus, Petersplatz 1, Basel
Mo., 16.09.2019
18:30-19:45

Auf zum Kampf – Die Revolutionsoper «Al gran sole carico d’amore» von Luigi Nono
A. De Benedictis

Universität Basel, Kollegienhaus, Petersplatz 1, Basel
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